Sodbrennen und seine Folgen für die Psyche

Sodbrennen und seine Folgen für die Psyche

Wer an chronischem Sodbrennen leidet, hat nicht nur mit körperlichen Folgeerscheinungen zu rechnen, sondern auch das psychische Wohlergehen wird auf Dauer stark beeinträchtigt. Bei längerem Andauern der Krankheit kann das sogar bis hin zu einer Depression gehen, die behandelt werden sollte.

Verlust der Lebensfreude

Wer weiß, dass er nach jedem Essen mit mehr oder weniger starken Schmerzen zu rechnen hat, beginnt sehr schnell, das Essen – welches ja eigentlich eine genussreiche Tätigkeit sein sollte – zu fürchten und sich der Nahrungsaufnahme nur noch unwillig zu widmen. Die Lust an den vielfältigen Köstlichkeiten der Küche geht verloren, auf Lieblingsspeisen muss man verzichten, was bleibt, ist eine oft fade Schonkost, die zudem das Sodbrennen nicht verhindern kann.

Die Lebensfreude wird auch im sozialen Miteinander eingeschränkt. Das gemeinsame Kochen und gemütliche Essen mit Freunden und Familie ist so nicht mehr möglich, man wird zum Außenseiter. Sicher haben die Freunde anfänglich noch Verständnis für diese Einschränkungen, aber auf Dauer werden sie oft als störend empfunden.

Chronischer Schmerz zermürbt

Bei schwerem Sodbrennen treten die Magenschmerzen und die Schmerzen im Brustbereich nicht mehr nur nach dem Essen auf, sondern es wird dauerhaft ein dumpfer oder stechender Schmerz empfunden. Jeder, der krankheitsbedingt schon einmal über längere Zeit chronische Schmerzen hatte, weiß, wie sehr diese die psychische Befindlichkeit beeinträchtigen können.

Durch die Schmerzen wird die Konzentration beeinträchtigt, Denken und geistige Arbeit werden zur Qual. Und natürlich wird auch die Stimmung negativ beeinflusst, man ist gereizt und neigt zu schnellen Stimmungsschwankungen. Dadurch werden auch die Beziehungen zu den Menschen im Umfeld gestört, da es für sie nicht einfach ist, mit jemandem umzugehen, der oft schlechter Laune ist und sehr schnell gereizt reagiert.

Aber auch die allgemeine Lebensfreude wird durch chronischen Schmerz in Mitleidenschaft gezogen, der Betroffene ist zunehmend weniger im Stande, andere vergnügliche Tätigkeiten zu genießen. Das Betreiben von Sport wird erschwert oder gar ganz unmöglich, aber auch andere Hobbys können wegen der chronischen Schmerzen nicht mehr in vollem Umfang genossen werden.

Von schlechter Stimmung bis hin zur Depression

Chronisches schweres Sodbrennen hat auf Dauer zur Folge, dass der erkrankte Mensch zunehmend an Schlafmangel leidet. Denn wenn man sich zu Bett begibt, verstärkt sich durch die waagerechte Lage der Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre und führt dort zu so heftigen Schmerzen, dass der erkrankte Mensch mehrmals in der Nacht aufwacht und oft nicht wieder einschlafen kann.

Auch das Schlafen mit hoch gelagertem Oberkörper erweist sich für viele nicht als praktikable Lösung, da sie in dieser Position entweder nicht gut schlafen können, oder aber andere Probleme wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder einen steifen Nacken bekommen.

Schlafmangel, zudem wenn er chronisch wird, ist für den gesamten Organismus eine ungeheure Belastung und ein starker Stressfaktor. Körper und Psyche können sich nicht mehr ausreichend regenerieren, darunter leidet die Leistungsfähigkeit enorm. Psychisch wirkt sich dieser Schlafmangel zuerst in starken Konzentrationsstörungen, verringerter Kreativität und allgemein verlangsamter Denkfähigkeit aus.

Dazu kommt eine schlechte emotionale Stimmung, die sich immer mehr in Richtung Trübsinn, Melancholie und Depression verstärkt. Wenn dieser Zustand länger andauert, entwickelt sich eine chronische Depression, die ohne eine entsprechende Therapie nicht mehr von allein verschwindet.

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