Sodbrennen beim Sport

Laufen ist wieder sehr in Mode gekommen und hat sich flächendeckend als echter Volkssport etabliert.

Sodbrennen beim Sport

Grundsätzlich ist das Laufen auch als Ausdauersport sehr gesundheitsförderlich, allerdings hat sich bei wissenschaftlichen Studien herausgestellt, dass sehr viele Anhänger des Laufsports unter saurem Aufstoßen und Sodbrennen beim Sport leiden. Dieses Phänomen tritt auch bei anderen Sportarten auf, bei denen viel gelaufen wird, wie bei einem schnellen Tennisspiel oder beim Squash.

Ursachen bei Sodbrennen beim Sport

Das Laufen ist für den gesamten Organismus eine anstrengende Tätigkeit, und auch der Verdauungsapparat wird stark beansprucht. Durch die Lauftätigkeit wird der Schließmuskel der Speiseröhre, der normalerweise den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre verhindert, temporär geschwächt, so dass doch ein Reflux statt findet. Normalerweise sorgt dann die Selbstreinigungsfunktion der Speiseröhre dafür, dass solche Inhalte zurück in den Magen befördert werden. Diese Reinigungsfunktion ist jedoch beim Laufen vermindert, so dass der Inhalt längere Zeit in der Speiseröhre verweilt.

Die permanente Bewegung beim Laufen übt zudem einen Druck auf den Magen aus, der seinerseits wiederum Druck auf den Mageneingangspförtner ausübt. Diesem kann dieser Schließmuskel der Speiseröhre dann nicht standhalten. Die Übergangsstelle zwischen Speiseröhre und Magen wird undicht, aggressive Säure und Mageninhalt fließen in die Speiseröhre zurück und schädigen dort die empfindliche Schleimhaut. Verstärkt werden kann beim Laufen zudem dadurch, dass der Läufer beim Atmen versehentlich zu viel Luft schluckt.

Prophylaktische Maßnahmen gegen saures Aufstoßen beim Laufen

Bei akuten Beschwerden sollte das Laufen sofort beendet und einige Zeit ausgesetzt werden, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Damit es in Zukunft nicht wieder zum Sodbrennen beim Laufen kommt, sollten direkt vor der Trainingseinheit weder fette noch stark kalorienhaltige Speisen verzehrt werden, denn der Sport verzögert und verringert die Verdauungsleistung des Magen-Darm-Traktes enorm. Eine Empfehlung lautet, die letzte Mahlzeit vor dem Sport mindestens drei Stunden vorher einzunehmen.

Schon vor dem Beginn des Trainings sollte der Sportler ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Zur Prophylaxe gegen das Sodbrennen beim Sport sind besonders kalte und hypotone Getränke wie zum Beispiel Wasser geeignet. Bei diesen Getränken ist der osmotische Druck geringer als der des menschlichen Blutes, der Körper kann sie daher schneller aufnehmen.

Sollte die Ausdauersportart sehr verbrennungsintensiv sein, so dass zusätzliche Kohlenhydrate zugeführt werden müssen, eignen sich zum Beispiel isotonische Getränke gut, die einen Glukoseanteil von bis zu zehn Prozent enthalten.

Medikamente bei Sodbrennen vor Beginn des Sport

Wenn diese Ansätze beim Sport immer noch nicht unterbinden konnten, gibt es auch noch die Möglichkeit, vor Beginn des Trainings ein rezeptfrei erhältliches Medikament einzunehmen, welches die Magensäure neutralisiert, so dass die Speiseröhre nicht mehr durch Säure gereizt wird. Auch in der Naturheilkunde finden sich sanfte Präparate, die für die Prophylaxe gegen Sodbrennen beim Sport geeignet sind und mit keinen Nebenwirkungen aufwarten.

Sollten sich die Beschwerden jedoch immer wieder zeigen, ist es angeraten, die Unterstützung eines medizinischen Beraters in Anspruch zu nehmen, um zu klären, ob sich hinter den Symptomen nicht doch eine ernsthafte andere Krankheit verbirgt. Wurde dies ausgeschlossen, ist es unter Umständen sinnvoll, auf eine andere Ausdauersportart zu wechseln, bei der die Gefahr nicht gegeben ist.

Weiterführende Links und Quellen:

Wichtiger Hinweis:

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